Unsere Ziele für die Verkehrspolitik der Stadt Magdeburg

Mit unserem Bürgerentscheid wollen wir erreichen, dass sich die Stadt Magdeburg in ihrer Verkehrspolitik zu folgenden Zielen verpflichtet:

 

Sichere Schulwege für unsere Kinder

Die Grundschulen sollen durch kindgerechte Radwege miteinander verbunden werden. Die Stadt Magdeburg strebt an, für jede Schule einen Schulwegplan zu erstellen, welcher die besonders frequentierten Wegebeziehungen der Schülerschaft erfasst und bauliche Maßnahmen zur Entschärfung von Gefahrenstellen vorbereitet.

 

Sichere Radwege

Die Stadt Magdeburg modernisiert oder errichtet jährlich 15 km bestehender Radwege an Straßen ihrer Baulast und strebt dabei folgenden Standard an: Die Breite richtet sich nach dem Regelmaß der aktuell geltenden Fassung der ERA und die Oberfläche ist in der Regel aus eingefärbtem Asphalt beschaffen.

An Straßen mit Geschwindigkeiten über 30 km/h soll die Führung des Radverkehrs getrennt von anderen Verkehrsarten erfolgen. Ist die Radverkehrsführung nur auf Fahrbahnniveau möglich, werden bauliche Schutzeinrichtungen hergestellt. Die Modernisierung bestehender und Herstellung neuer Radverkehrsanlagen erfolgt nicht zu Lasten des Fußverkehrs, der Grünflächen oder des ÖPNV.

 

Sichere Kreuzungen

Die Stadt Magdeburg baut ab einschließlich 2021 jährlich mindestens fünf der gefährlichsten Kreuzungen um und beseitigt Gefahrenquellen. Gefährliche Kreuzungen sind solche mit der höchsten Unfallhäufigkeit für Radfahrende und zu Fuß Gehende sowie solche, die mittels geeigneter Bürger*innenbeteiligung oder -befragung subjektiv als unsichere Kreuzungen identifiziert werden.

 

Vorrang für ÖPNV, Fahrrad und zu Fuß Gehende

Die Stadt Magdeburg beschleunigt ÖPNV, Fahrrad und zu Fuß Gehende als Verkehrsmittel des Umweltverbundes, indem Hindernisse wie ungünstige Ampelschaltungen oder Wegführungen systematisch erfasst, optimiert und beseitigt werden. Knotenpunkte werden mit eigenen Lichtsignalanlagen für den Radverkehr ausgestattet und immer mit einem Zeitvorsprung gegenüber den Freigabezeiten des Autoverkehrs geschaltet. Fußgängerampeln schalten auch ohne Tastendruck auf grün. Soweit möglich sorgt die Stadt zusätzlich an Knotenpunkten, Einmündungen und Grundstückseinfahrten für freie Sichtachsen.

 

Barrierefreie Bordsteine

Zusätzlich zur Errichtung sicherer Kreuzungen senkt die Stadt Magdeburg auf Radwegen im Bestand pro Jahr mindestens 80 Bordsteinkanten auf Nullniveau (Fahrbahnniveau) ab oder gestaltet diese barrierefrei um, bspw. durch Aufpflasterungen an Kreuzungen.

 

Sichere Abstellanlagen

Die Stadt Magdeburg errichtet bis zum Jahr 2025 jährlich mindestens 2.500 neue Radabstellplätze. Die ersten 1.000 neuen Radabstellplätze sollen bis Ende des Jahres 2021 entstehen. 50 Prozent der neuen Stellplätze bieten Schutz vor Witterung und Vandalismus, 20 Prozent bieten ausreichend Raum für Fahrradanhänger und Lastenräder. Die Errichtung der Stellplätze soll nicht zu Lasten des Fuß- und Radverkehrs oder des ÖPNV gehen.

 

Mehr Effizienz und Effektivität bei Planung

Die Stadt Magdeburg schafft die organisatorischen und personellen Voraussetzungen dafür, dass die Inhalte der vorliegenden Ziele bestmöglich umgesetzt werden können. Werden von Bund oder Land Förderprogramme für den Rad- oder Fußverkehr ausgeschrieben, bewirbt sich die Stadt Magdeburg zukünftig konsequent mit innovativen Ideen um jene Fördermittel.

 

Radschnellwege für den Pendelverkehr

Die Stadt Magdeburg entwickelt mögliche Trassen für Radschnellwege. Die Stadt Magdeburg bemüht sich dabei um eine Weiterführung der Radschnellwege im Dialog mit Nachbargemeinden. Ein erstes Trassenführungskonzept soll bis zur Mitte des Jahres 2022 vorliegen.

 

Kostenschätzung: Zur Umsetzung der Ziele des Bürgerbegehrens fallen voraussichtlich jährliche Kosten in Höhe von bis zu 12 Millionen Euro an.

 

 

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